Beim DJK SV Hartkirchen wird jetzt Football gespielt – nach kurioser Gründungsgeschichte

Dass es jetzt in Hartkirchen (Landkreis Passau) eine Football-Mannschaft gibt, ist einem T-Shirt und einem Paket zu verdanken.

Dass es jetzt in Hartkirchen (Landkreis Passau) eine Football-Mannschaft gibt, ist einem T-Shirt und einem Paket zu verdanken.

Jürgen Labitsch, Fußball-Jugendleiter des DJK SV Hartkirchen, öffnete eines Morgens im Januar einem Postboten die Tür, um ein Paket anzunehmen. Dabei trug er ein T-Shirt seiner Lieblingsfootball-Mannschaft, der Green Bay Packers. Der Postbote Michael Hedtke sprach ihn umgehend darauf an. Denn auch er ist Fan. Was als Gespräch unter Football-Begeisterten begann, wurde bald mehr. Eine Frage wollte die beiden Männer nicht mehr loslassen: Was spricht dagegen, bei uns eine Mannschaft aufzubauen? Nichts, befanden beide. Diese Begegnung ist gerade mal ein gutes halbes Jahr her, und doch hat sich in der Zwischenzeit viel getan. Jürgen Labitsch und Michael Hedtke sind nicht länger nur Football-Fans, die sich in eine Diskussion über ihre Lieblingsmannschaften verstrickt haben: Jürgen Labitsch ist nun der Spartenleiter und Michael Hedtke der Head-Coach der Hartkirchner Football-Mannschaft. Sie haben ihre fixe Idee Wirklichkeit werden lassen.

„Der Andrang ist groß“, sagt Hedtke, der früher bei den Passau Pirates gespielt hat und nun seine Erfahrungen an seine Spieler weitergibt. „Als wir die Mannschaft aufgebaut haben, haben wir noch gesagt: Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist, dass keiner kommt.“ Doch dieser Fall ist definitiv nicht eingetreten. Das hat Hedtke nicht überrascht. „Wenn man in Pocking nicht genug Narrische findet, dann nirgendwo.“

Seit dem 30. Juli wird zweimal pro Woche trainiert und „noch ist kein Einziger abgesprungen“, sagt der Trainer. Wer einmal da war, kommt auch wieder. Das Football-Fieber hat auf Hartkirchen übergegriffen. Eigentlich hätte das erste Training schon im Mai stattfinden sollen. Doch Corona hatte wie bei so vielem in letzter Zeit andere Pläne. Ab Juli durfte dann wieder trainiert werden. Wer dabei zusieht, wird Corona sogar kurz vergessen können. Denn hier hält man sich nicht an Abstandsregeln. Das geht beim Football auch nicht. Es ist ein Vollkontaktsport. Ohne, kann man es nicht spielen.

Ab nächstem Jahr soll es dann auch ernst werden. Dann sollen die Mannschaften gegen andere antreten. Und potenzielle Gegner gibt es überraschenderweise in Bayern genug. „Der Sport boomt“, sagt Hedtke. Es gibt Mannschaften in Kirchdorf, Passau, Spiegelau, Ingolstadt, Plattling, und auch gegen österreichische Mannschaften wie die Gladiators Ried könnten die Hartkirchner im nächsten Jahr antreten. Hedtke muss bis dahin noch viel mit seinen Spielern trainieren – eine Mannschaft aus dem Boden zu stampfen, verlangt viel Arbeit – doch zwei Dinge stehen schon fest: die Farben und der Name der Mannschaft. Die Hartkirchner Celtics werden weiß-grün tragen. Ein Logo ist schon in Arbeit. Die Trikots sollen bald bedruckt werden.

(Bericht © pnp)

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